Der IS und sein weltweiter Terror prägt auch 2017 den Islam-Diskurs. Der Islamische Zentralrat stellt eine anhaltende Nervosität im Umgang mit dem Thema fest. Im folgenden präsentiert er zusammenfassend seine Haltung zur Gruppe und ihrer Ideologie.

Vorwort

Seit der IS in Syrien und im Irak sein Kalifat ausrief, hat der an sich schon durch islamophobe und stereotype Bilder aufgeladene Islamdiskurs seine desintegrierende Wirkung weiter verstärkt. Muslime werden zunehmend nicht mehr nur als kulturfremd, sondern auch als potentielles Risiko für die innere Sicherheit behandelt. Seit jeher wird von muslimischen Repräsentanten ein Bekenntnis zum Rechtsstaat bzw. zum politischen Order verlangt und damit verbunden meist implizit auch zur westlichen Hegemonie über den Rest der Welt. Neu kommt hinzu, dass von muslimischen Repräsentanten auch erwartet wird, sich unmittelbar nach jeder durch muslimische Gewalttäter begangene Tat öffentlich und unmissverständlich zu distanzieren. Einige sind dieser Erwartungshaltung gefolgt und publizieren schablonenartige Pressemeldungen im Nachgang an jeden terroristischen Akt mit muslimischem Hintergrund.

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat von Anfang einen methodisch eigenständigen Ansatz gewählt, um sich mit Gewalt, die von Muslimen ausgeht, differenziert auseinanderzusetzen. So war und ist er der Überzeugung, dass es ein grober diskursiver Fehler ist, sich gebetsmühlenartig von Gewalttaten zu distanzieren, mit denen man sich nie assoziiert hat. Es muss reichen, wenn eine islamische, im Übrigen auch christliche, buddhistische, jüdische, freidenkerischem, pro-amerikanische etc. Organisation öffentlich bekannt gibt, dass sie Gewalt gegen Zivilisten, insb. Frauen, Alte und Kinder schon aus eigener – im aktuellen Fall – islamischer Überzeugung ablehnt und verurteilt. Es muss aber auch Raum für eine differenzierte Betrachtung solcher Gewalttaten im Kontext andauernder militärischer Konflikte bleiben. Schliesslich kommt es in den seltensten Fällen zur Anwendung unilateraler, völlig zusammenhangsloser Gewalt. Dabei geht es nicht darum, die Gewalt der einen Seite zu relativieren, sondern den relationalen Charakter von Gewalt und Gegengewalt mit in die Gesamtanalyse einzubeziehen mit dem Ziel, lösungsorientiert einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu finden.

Dieser eigene methodische Ansatz wurde dem IZRS immer wieder zum Vorwurf gemacht. In der Presse wurde wiederholt behauptet, der Rat grenze sich nicht deutlich genug von Gewalt ab. Dieser Artikel soll einer solch summarischen Darstellung widersprechen und aufzeigen, worum es dem IZRS in seiner Haltung tatsächlich geht.

Kontext der Entstehung des IS

Bevor die Haltung des IZRS zur IS-Ideologie in ihrem diachronischen Querschnitt nachgezeichnet wird, ist es unerlässlich, das sozio-politische Milieu, in dem der IS entstehen konnte, in Erinnerung zu rufen. Dies vor dem Hintergrund, dass die Fehler von damals in der aktuellen Anti-IS-Kampagne im Irak und teilweise auch in Syrien auf sträfliche Art und Weise repetiert werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Anwendung brachialer Gegengewalt, wobei die praktischen Grausamkeiten etwa der als Befreier von Mosul gefeierten Kampfverbände auf weiter Strecke jenen der IS-Kämpfer gleichen, das intendierte Ziel, den IS und seine Ideologie zu vernichten, nachhaltig erreichen kann oder ob die Region schon bald wieder Opfer ihrer Unbelehrbarkeit wird.

Als die USA und Grossbritannien im März 2003 einen völkerrechtlich illegalen Angriffskrieg gegen das Regime von Saddam Hussein starteten, wurden nicht nur die Kernstrukturen der staatstragenden Baath-Partei auf einen Schlag vernichtet, sondern auch das heikle gesellschaftliche Gefüge bestehend aus Sunniten, Schiiten, Kurden und diversen kleineren Minderheiten neu aufgemischt. Auf diese beiden Faktoren hatten Nahostexperten im Vorlauf des Angriffs immer wieder hingewiesen und gewarnt, dass die USA mit der Destabilisierung des Iraks eine Art Büchse der Pandora knacken könnten.

Aus heutiger Sicht muss sogar der damalige britische Premier Tony Blair eingestehen, dass der Einmarsch in einer Katastrophe geendet hat. Als Fehler möchte er ihn wohl aus juristischen Überlegungen jedoch weiterhin nicht anerkennen. Doch genau das war es, eine katastrophale Selbstüberschätzung der damaligen Bush-Administration und ihrer „Koalition der Willigen“. Sie glaubten Demokratie nach westlichem Zuschnitt mittels brachialer Gewalt von aussen her in den Irak exportieren zu können und missachteten alle warnenden Stimmen. Man musste kein Anhänger Saddam Husseins sein, um vorauszusehen, dass eine US-Intervention gegen den „Schurken von Bagdad“ in der Region gefährliche Antagonismen freisetzen dürfte. George W. Bushs Ausrufung einer „Achse des Bösen“, welche neben Nordkorea auch den Iran und das syrische Regime auf eine Ebene mit dem Irak stellte, leistete jene fatale Grundlage, auf der das Scheitern des amerikanischen Einmarschs im Irak zur aussenpolitischen Priorität jener „bösen“ Anrainerstaaten werden musste.

Kaum rollten die ersten amerikanischen Panzer von Süden her kommend in Richtung Bagdad, öffnete der syrische Mukhâbarât die Grenzen nördlich von Abû Kamâl und liess sunnitische Kämpfer ins Land, freilich auch in der Hoffnung, sich ihnen auf günstige Art und Weise zu entledigen. Glaubt man offenen westlichen und jordanischen Geheimdienstquellen, sollen einige von ihnen, darunter der spätere Emir der „Al-Qaida im Zweistromland“, Abû Mus‘ab az-Zarqâwî, zeitweise in Syrien und im Iran trainiert worden sein und ihre Widerstandsnetzwerke in Antizipation eines US-Einmarschs seit März 2002 aufgebaut haben.

Richtete sich das syrisch-iranische Interesse primär gegen die US-Truppen, zeigte sich relativ bald, dass az-Zarqâwî und sein Tawhîd wa l-Jihâd-Netzwerk auch Ambitionen über den unmittelbaren Kontext hinaus hatten. Im Oktober 2004 erklärte az-Zarqâwî den Anschluss seines Netzwerks an die Al-Qaida und nannte die neue Branche fortan „Al-Qaida im Zweistromland“. Osama bin Ladin kam die Neugründung im Irak sehr gelegen, war die Organisation unter dem Eindruck des US-Einmarschs in Afghanistan doch ziemlich stark unter Druck geraten. Ausserdem kannten sich die beiden aus der Zeit in Afghanistan – damals im Kampf gegen die Sowjets. Ideologisch kam es nun aber zu klaren Kontrasten. Ayman az-Zawâhrî kritisierte die brutalen Angriffe auf schiitische Zivilisten und Moscheen 2005 wie schon az-Zarqâwîs Mentor al-Maqdisî ein Jahr zuvor – ohne Erfolg. Az-Zarqâwî intensivierte die Anschläge gegen Schiiten, in der Hoffnung, dadurch einen umfassenden Bürgerkrieg zwischen den beiden Denominationen herbeizuführen. Seine kaltblütige Rechnung ging auf. Die Rhetorik verschob sich von anti-US hin zu anti-Shia. Mit az-Zarqâwîs Tod riss die Gewalt im Irak nicht ab. Zwar gelang es den US-Strategen vorübergehend erfolgreich irakische Stämme gegen sein Netzwerk zu mobilisieren, was jedoch durch die sektiererische Innenpolitik des pro-iranischen Machtmenschen und späteren Premierministers Nûrî al-Mâlikî bald wieder verpuffte. Der Hass zwischen Sunniten und Schiiten hatte sich vollständig entladen und wirkte bis in die hintersten Winkel des Landes und fortan auch darüber hinaus.

Der IS entstammt dieser Zeit. Ende Oktober 2006 formierte sich in einem Akt der eigentlichen Abspaltung von der globalen Al-Qaida der „Islamische Staat im Irak“. Sein Name war Programm: eine territoriale Herrschaft in den sunnitischen Gebieten des Zentral- und Nordiraks zu errichten. Während die Jahre zwischen 2006-2011 eher als stagnative in die Geschichte des IS eingegangen sein dürften, entwickelten sich kurz nach dem Ausbruch der syrischen Revolution bald neue Perspektiven. Der Rückzug der Regimetruppen von der syrisch-irakischen Grenze öffnete dem ISI Tür und Tor für Nachschub und unkontrollierte grenzübergreifende Interaktion. Der damalige Emir des ISI, Abû Bakr al-Baghdâdî entsandte seine Emissäre, darunter auch Abû Muhammad al-Jûlânî, nach Syrien, um dort eine Branche des ISI, später umbenannt in ISIS zu eröffnen. Dabei zeigte sich, dass die mittleren Kader des ISI den Bruch zur globalen Al-Qaida offenbar nie richtig akzeptiert hatten. Al-Jûlânî jedenfalls machte sich unter widersprüchlich überlieferten Umständen in Syrien unabhängig und kommandierte fortan die Nura-Front, welche sich erneut dem Oberkommando der globalen Al-Qaida anschloss, wenn auch mit rein lokalem Fokus, was den ISIS dazu bewog, in al-Jûlânî fortan einen Abtrünnigen und Verräter zu sehen.

Bis Ende 2013 baute der ISIS sein Netzwerk in Syrien teils im Geheimen auf. Unterdessen konnte er durch die fatale Innen- und Aussenpolitik al-Mâlikîs auch im Irak zunehmend an Boden gewinnen. Im Januar 2014 kam es zu einem vermutlich durch den ISIS kalkuliert herbeigeführten Schlagabtausch mit Ahrâr ash-Shâm, einer der einst einflussreichsten islamischen Rebellengruppen in Nordsyrien. Anlass war die Entführung und Ermordung eines beliebten Ahrâr Kadermanns im kleinen Städtchen Maskana, auf halbem Weg zwischen Raqqa und Aleppo. Der ISIS mobilisierte innert kürzester Zeit sein gesamtes Netzwerk und zerschlug die Rebellengruppen in Nordaleppo, Raqqa und Deir e-Zour. Damit verfügte er nun über ein territorial kohärentes Herrschaftsgebiet so gross wie die Schweiz mit Hunderten von Kilometern Grenzanschluss an die Türkei und den Irak, die Grundlage für seine rasche Expansion in den Nordirak, die Einnahme Mosuls und die Ausrufung des Kalifats im Juni 2014.

Haltung zur IS-Ideologie

Bis im Spätsommer 2014 erschien der IS trotz seiner raschen und aufsehenerregenden Expansion ein auf Syrien und den Irak beschränktes Phänomen – wenn er auch zweifelsohne bereits eine spürbare Sogwirkung auf einen Teil der Muslime in aller Welt zu entwickeln vermochte. Mit dem Kriegseintritt der US-geführten Anti-IS-Allianz und den darauf folgenden IS-Anschlägen im Westen, waren Muslime und insbesondere Verbände gezwungen, Stellung zu beziehen. Spätestens als der damalige Pressechef al-Baghdâdîs zum grenzenlosen Töten aller Nicht-Muslime aufrief, reagierte der IZRS auf beispiellose Art und Weise. Vereinspräsident Nicolas Blancho erklärte am 24. September 2014 in einer viel beachteten Videoansprache die Fatwâ al-‘Adnânîs (des IS-Pressechefs) als ungültig und warnte die Muslime, sich in keiner Weise zu Gewalt gegen Unbeteiligte hinreissen zu lassen: „Unsere Heimat, die Schweiz, steht nicht unter der Jurisdiktion von al-‘Adnânî oder seinem Emir, Abû Bakr al-Baghdâdî al-Qurayshî“.

In einem nur vier Tage später publizierten Interview im „Sonntagsblick“ legte Blancho nach und machte klar, dass er und der IZRS „Methode und Praxis“ des IS absolut ablehnten.

Am 10. Oktober bezeichnete Nicolas Blancho den IS im „Bieler Tagblatt“ als „Auswuchs der islamischen Revolution, eine Einbahnstrasse, die wird früher oder später ihr Ende finden.“

Ende Oktober 2014 diskutierte Blancho in der österreichischen Sendung „Puls 4“ über die Hintergründe des IS. Er bekräftigte seine Ablehnung gegenüber der Gruppe und ihrer Ideologie, wandte aber ein, dass die irakische Basis des IS zu grossen Teilen aus ehemaligen baathistischen Soldaten des säkularen Saddam Hussein Regimes bestünde, die für ihre Brutalität bereits bekannt waren, als sie den Islamismus noch als Feindbild vor Augen hatten.

Angesprochen auf die Rolle des IS innerhalb der syrischen Revolution zog der IZRS Präsident den Vergleich zur jakobinischen Phase in der Französischen Revolution und nannte das Phänomen eine Übersteuerung des revolutionären Moments.

In der Arena vom 23. Januar 2015 widersprach Abdel Azziz Qaasim Illi den Anschuldigungen Saida Keller Messahlis, wonach der IZRS Verbindungen und Sympathien zum syrischen Al-Qaida Ableger pflege. Er hob heraus, dass der IZRS sich von Gewalt und solchen Gruppierungen mehrfach und deutlich distanziert habe.

Im Spätherbst 2015 weilte eine IZRS-Delegation in Syrien, um gesammelte Spenden für Opfertiere unter den leidenden IDP-Flüchtlingen zu verteilen. Mit dabei auch Kulturproduzent Naim Cherni. Im Zuge der Reise wurde Cherni Zeuge des unheimlichen Schadens, welcher der IS der syrischen Revolution zugefügt hatte. Cherni bereiste Syrien als Dok-Filmer seit 2013 wiederholt. Seinen Aufenthalt wollte er in der Folge nutzen, um diesen Schaden zu dokumentieren, indem er verschiedene revolutionäre Protagonisten von Aleppo bis Hama zu Wort kommen liess, welche auf ihre Weise aufzeigen sollten, wie sehr die Revolution auch ohne den IS auf das Ziel einer gerechten islamischen Gesellschaftsordnung hinzuwirken vermag. Neben dem saudischen Geistlichen und spirituellen Führer der Jaysh al-Fath Dr. Abdullah al-Muhaysinî kamen wie bereits in älteren Dokus auch wieder bekannte Gesichter anderer Rebellengruppen, Justizaufseher, Zivilschützer und Zivilisten zu Wort. Für Aufsehen sorgte aber vor allem das Exklusiv-Interview mit al-Muhaysinî „Der Islamische Staat und ich“. Das Interview diente neben dem Dokumentarfilm „al-Fajr as-Sâdiq“ dem Ziel, aus einer innerislamischen Perspektive und dies zumal durch einen angesehenen Rebellenführer in Syrien, das gängige Narrativ des IS als Träger eines legitimen Kalifats zu dekonstruieren. Das unverhoffte Auftauchen al-Muhaysinîs bewertete Kulturproduzent Cherni als eine einmalige Chance, mit einer strukturell unabhängigen Schlüsselfigur im islamischen Rebellenspektrum über den IS zu sprechen. IZRS Präsident Nicolas Blancho erklärte die Umstände des Muhaysinî-Interviews in einem vorab publizierten Interview und ordnete auch die Figur al-Muhaysinîs ein. Die folgende Strafuntersuchung durch die BA gegen Cherni zeigt aus Sicht des IZRS das hohe Mass an Konzeptlosigkeit und mangelnder Flexibilität der Schweizer Justizbehörden im Umgang mit dem IS, war doch die Forderung im Raum gestanden, muslimische Exponenten sollten sich vermehrt gegen den Terrorismus positionieren.

Im Interview mit dem Fachmagazin Police der Schweizer Polizeikorps erklärte Illi im März 2016, dass der IZRS Muslimen von der Reise nach Syrien abrate. Vielmehr sollten sie sich am Kampf um gesellschaftliche Anerkennung in der Schweiz beteiligen. Das Abwandern ins syrische Kriegsgebiet bezeichnete er als „Brain-Drain“, was nicht im Interesse des IZRS liegen könne.

Im April 2016 organisierte der IZRS die Grossveranstaltung „Islam Salam“ in Zürich und Bern, darunter auch auf dem Bundesplatz ein Grossevent für den Frieden und gegen die Ideologie des sogenannten „Islamischen Staats“. Die Stadt Bern verbot die Durchführung auf dem Bundesplatz mit willkürlich anmutenden Argumenten, worauf der IZRS auf Privatgrund in Kehrsatz auswich. Referenten aus aller Welt, darunter der bekannte US-Prediger Yusuf Estes entlarvten die mörderische Ideologie des IS im Rahmen von Referaten und Bühneneinlagen. Der Anlass verzeichnete mehr als 1000 Besucher und Besucherinnen.

Islam Salam – Muslime zeigen Flagge für den Frieden in Bern und Zürich


Die summarisch dargestellten Beispiele zeigen eine Serie konsistent formulierter Ablehnung gegenüber dem IS, verwandter Organisationen und deren Ideologie durch mehrere Exponenten des IZRS. Der Rat nahm die Bedrohung früh wahr und kämpfte im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen sie an. Ausschlaggebend war nicht einzig das brutale und medienwirksame Auftreten des IS in Europa. Einerseits hatte der IZRS immer wieder seine Abneigung gegenüber zielloser Gewalt ausgedrückt. Andererseits war es die Einsicht, dass die Gruppe, die vorgab im Namen der Muslime zu kämpfen, es paradoxerweise zunächst einmal auf andersdenkende Muslime abgesehen hatte – eine exklusivistische Grundhaltung, die dem IZRS und seinem Denken zutiefst zuwider ist.

Im Nachgang an die Publikation mit al-Muhaysinî wurde immer wieder der Vorwurf laut, der IZRS würde sich nicht deutlich genug vom Terror distanzieren. Die deutliche Rhetorik gegen den IS mache vor anderen Gruppen, namentlich der Al-Qaida halt.

Solche Behauptungen sind jedoch verfehlt, wie die oben aufgelisteten Beispiele deutlich zeigen. Der IZRS hatte sich stets und in aller Deutlichkeit gegen Gewalt an Unbeteiligten ausgesprochen und ihr mit Referenz auf die islamische Normativität die Legitimation entzogen. Damit stand und steht er in scharfem Kontrast zur gängigen Lehrmeinung internationalistischer Jihadisten wie etwa der Al-Qaida.

Dies aber bedeutet nicht, dass der IZRS eine pazifistische Haltung vertritt. Vielmehr ist er der Überzeugung, dass in gewissen Fällen eine bewaffnete Volkserhebung gegen Despoten oder ausländische Invasoren legitim sein kann. So unterstrich der Rat seine Sympathie für die syrische Revolution gegen das Regime von Bashar al-Asad bereits im Februar 2012. Dass eine einzelne Gruppe aber bar jedes legitimen revolutionären Kontexts zu bewaffneten Aktivitäten greift, lehnt der IZRS vehement ab.

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