| Winterthur: Grabfelder für Muslime ab 2011 |
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There are no translations available. Bern, 09.11.2010 (ni) Auf dem Friedhof Rosenberg der Stadt Winterthur können Muslime ab Mitte 2011 ihre Verstorbenen in Gräbern mit Ausrichtung nach Mekka beisetzen. Der Kredit von 1,5 Millionen Franken für die Friedhofserweiterung wurde bereits im August beantragt. (Winterthur soll nun doch einen muslimischen Friedhof erhalten) Der Gemeinderat hat diesen erforderlichen Kredit nun mit 47 zu 0 Stimmen genehmigt. Einzig die CVP und SD enthielten sich der Stimmabgabe. Platz für etwa 400 Bestattungen Die Friedhofserweiterung soll Platz für rund 400 Reihengräber und etwa 50 Kindergräber bieten. Ausserdem sollen noch 20 bis 30 Familiengräber geschaffen werden. Die Grabstätten sollen so angelegt werden, dass die Verstorbenen auf der rechten Seite liegend mit dem Gesicht Richtung Mekka bestattet werden können. «Das Vorhaben sei ein Zeichen der Toleranz» Bis auf die CVP und die SD befürworteten alle Parteien das Projekt. In der Debatte betonte Lilian Banholzer (EVP), dass das Vorhaben ein wichtiges Zeichen der Toleranz sei. Felix Helg (FDP) sprach von einem ausgewogenen Projekt. So greife man die Anliegen der muslimischen Mitbewohner auf, erwarte von ihnen aber dort Kompromisse, wo unsere Rechtsordnung keine Ausnahmen erlaube. Auch Marc Wäckerlin (Piratenpartei) plädierte für die Zustimmung, bezeichnete aber die Abgrenzung der Gräber nach Glaubensrichtung als unschön. Ergänzend äusserte er einen Gedanken von undogmatischer Logik: «Man könnte auch alle Gräber nach Mekka ausrichten. Den Muslimen ist es ein Anliegen, und die Christen würde es nicht stören.» Erste Begräbnisse ab Mitte 2011 Schliesslich wurde der Kredit mit 47 zu 0 angenommen, die CVP und der SD-Vertreter enthielten sich der Stimme. Die Vorlage untersteht dem fakultativen Referendum. Quelle: NZZ, Winterthur richtet Grabfeld für Muslime ein, 09. 11. 2010 |