Kommuniqué 15012012-0047

Bern, 15.01.2012

Der Islamische Zentralrat unterhält Beziehungen zu allen möglichen NGO’s, Privatpersonen und Ministerien weltweit. Das ist ein normaler Prozess des Networkings und gehört zur heute üblichen internationalen Vernetzung einer glaubwürdigen NGO. Aus solchen Bekanntschaften lässt sich keine ideologische, theologische oder politische Verwantschaft ableiten.

Der IZRS arbeitet in der Golfregion darauf hin, Zugriff auf Finanzen für Grossprojekte, wie Moscheen oder Schulen zu erhalten. Dies ist ein langwieriger Prozess, wobei zunächst das Vertrauen der ausländischen Donatoren gewonnen werden muss.

In diesem Zusammenhang werden auch kleinere, laufende Projekte vorgstellt, wobei es darum geht, die Aktivitäten der Organisation gegenüber potentiellen Donatoren über eine lange Frist hinweg aufzuzeigen. Dies impliziert keineswegs eine „ausländische Finanzierung“ dieser Projekte.

Die Bewerbung von Gebetshäuser- und Schulprojekten im Ausland ist in allen Religionen üblich, vorallem dann, wenn die Gemeinschaften wie im Falle der Muslime in der Schweiz als Minderheit finanzschwach sind. Katholiken und Juden setzten auch auf finanzkräftige Donatoren im Ausland, um das Geld für ein Kloster oder eine Synagoge zusammenzukriegen. Was in der globalisierten Wirtschaft als völlig normal empfunden wird (Sawiris Tourismusprojekt in Andermatt), erscheint bei religiösen Bauprojekten, zumal islamischen, als Skandalon.

Dabei verhält sich die Donatorensuche im Rahmen des Rechts. Es steht jedem frei, seine Finanzen dort zusammenzutragen, wo sie reichlich vorhanden sind.

Der Islamische Zentralrat betont seine politische und theologische Unabhängigkeit. Sein Tagesgeschäft sowie alle bisherigen Unternehmungen sind, wie immer betont, aus dem Inland finanziert. Spenden, die diese Unabhängigkeit tangieren könnten, lehnt er entschieden ab.

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