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Die jüngsten Attentate auf europäischem Boden sorgen nicht nur in der breiten Bevölkerung für Verunsicherung. Die Diskussion um Früherkennung und Prävention von Gefahren hat auch Bildungsinstitutionen und den Justizvollzug erreicht.
Bis sich jemand dazu entscheidet, Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele anzuwenden, durchläuft er eine stufenweise Entwicklung, die oft als ‚Radikalisierung‘ beschrieben wird. Die frühzeitige Erkennung einer solchen Entwicklung sowie die adäquate Reaktion darauf entscheiden darüber, ob ein präventives Eingreifen erfolgreich möglich ist, bevor die betroffene Person den ‚point of no return‘ erreicht hat.

Für Aussenstehende ist es sehr schwierig, einen möglichen Radikalisierungsprozess zu erkennen, bzw. religiösen Konservativismus von gefährlichen ideologischen Tendenzen zu unterscheiden. Dabei ist diese Differenzierung sehr wichtig, gilt nach neustem Forschungsstand gerade eine stabile Religiosität als sicherer Schutz vor Einfluss gewaltextremistischer Demagogie.

Der Islamische Zentralrat leistet seit Jahren seinen Beitrag zur Sicherung des gesellschaftlichen Friedens, indem er einen intensiven Austausch mit der muslimischen Basis und insbesondere über angegliederte Jugendvereine auch mit Jugendlichen pflegt. Aus diesem Grund ist der Rat heute überzeugt, dass es in der Schweiz kein Problem mit gewaltbereiten Muslimen gibt. Die Prävention des Einzelfalls ist uns aber ein ernsthaftes Anliegen, wären Muslime doch die ersten Leidtragenden, würde es in unserem Land zu einer Gewalttat kommen. Auch jenseits von Gewaltextremismus können sich berechtigte Fragen im Umgang mit islamischen Bräuchen oder besonderen Verhaltensweisen ergeben.

Ab dem 16. März 2015 lanciert der Rat zusätzlich zu seinen Bemühungen ein Infodesk für Analyse und Prävention. Fachlich geschulte und universitär ausgebildete Islamwissenschaftlerinnen bedienen das deutschsprachige Infodesk jeweils Mo: 10-12 Uhr, Mi. 14-17 Uhr. Anfragen können auch per E-Mail erfolgen: [email protected]

Leistungsumfang des IAP

-Kompetente und informelle Beratung von Verantwortlichen im Erziehungs-, Bildungs- und Justizvollzugsbereich
-Unterschwellige Präventionsgespräche mit Betroffenen
-Vorträge und Aufklärungsarbeit in Bildungseinrichtungen

Download der Broschüre hier.

Veröffentlicht am: 5. Juni 2015
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