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Fidya

Fidya: Was obliegt mir, wenn ich im Ramadan nicht fasten kann?

Frage: Wie ist das Urteil, wenn eine Person im Ramadan aus gesundheitlichen GrĂŒnden nicht fasten kann?

Antwort: Ihre Frage dreht sich um die Zahlung von der Fidyah/SĂŒhneleistung fĂŒr die verpassten Tage im Ramadan.

Wir möchten hier fĂŒr das bessere VerstĂ€ndnis einige wichtige Punkte diesbezĂŒglich festhalten. Eine Person kann das Fasten aus KrankheitsgrĂŒnden aussetzen, wenn das Fasten seine Gesundheit weiter schwĂ€cht und den Heilungsprozess bremst. Ist der Gesundheitszustand der betroffenen Person in der Regel gut, so muss diese die verpassten Fastentage vor dem Eintritt des nĂ€chsten Monat Ramadan nachfasten ohne dabei eine Kompensation zu zahlen (Fidya).

Die Fidya ist eigentlich nur fĂŒr Person vorgesehen, welche wegen AltersschwĂ€che oder permanenter Krankheit nicht fasten können.

Sollte die betroffene Person jedoch in der Lage sein, die verpassten Tage nachzuholen, so wird sie angehalten dies zu tun.

Allah (t) sagt: „und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, der soll eine gleiche Anzahl (wie die verpassten Tage) anderer Tage nachfasten“. [HQ, 2;185]

Zu der Fidya sagt Allah (t) : „und jenen, denen das Fasten unertrĂ€glich wird, sollen einen Armen pro Tag als SĂŒhneleistung speisen (…) das Fasten wĂ€re jedoch gewiss besser fĂŒr euch, wenn ihr nur wĂŒsstet.“ [HQ, 2;184]

Dies als kurze Grundlage.
Sollten Sie sich nun in der Kategorie der Personen einstufen, die eigentlich nicht permanent krank sind und auch nicht an AltersschwĂ€che leiden, dann mĂŒssen Sie Ihre verpasste Fastentage laut allen Rechtsschulen nachholen, selbst wenn Sie dies erst nach dem aktuell bevorstehenden Ramadan tun können.

ZusĂ€tzlich mĂŒssen Sie laut der Mehrheit der Gelehrten der malikitischen, shafi’itischen und hanbalitischen Rechtsschule eine SĂŒhneleistung fĂŒr jeden verpassten Tag des letzten Ramadans. Laut diesen Rechtsschulen stellt das verspĂ€tete Nachholen des Fastens aufgrund eines Hadith von Aishah (raa) eine SĂŒnde dar. Sobald also der nĂ€chste Ramadan eintritt, muss fĂŒr jeden noch nicht nachgeholten Tag eine SĂŒhneleistung in Form einer Armenspeisung geleistet werden.

Die Meinung der hanafitischen Rechtsschule begrenzt sich auf das simple Nachholen des Fastens ohne SĂŒhneleistung. Ihre Meinung stellt wissenschaftlich gesehen in diesem Fall jedoch die der Minderheit dar.

Sollten Sie sich in der Kategorie der permanent Kranken oder Alterschwachen einstufen, dann haben Sie fĂŒr jeden Tag einen Armen zu speisen.

Dies kann nachtrĂ€glich fĂŒr jeden Tag geschehen und an einen Armen oder verschiedene Arme verteilt werden. Die SĂŒhneleistung darf nicht per Vorauszahlung geschehen. Entweder wird sie jeden Abend im Ramadan oder Ende des Monats Ramadan geleistet.

Die Menge

Die Menge ist unter Gelehrten nicht per Konsens definiert manche Texte sprechen von einem Mudd, andere von einem Sa’a. Es ist zu empfehlen hiesige Vergleiche fĂŒr die Speisung als Berechnungsgrundlage zu nehmen.

Falls mit Geld bezahlt wird, sollte dieses in Form von Nahrung an den Armen gelangen.

Wir empfehlen pro Tag eine Betrag von 10 CHF (ohne AbzĂŒge)

Wohin zahlen?

Sie können die SĂŒhneleistung direkt an einen Armen (in Form von Nahrung) oder einer Hilfsorganisation abgeben, welche einen entsprechenden Service anbietet und die Nahrung an BedĂŒrftige im Ausland weiterleitet.

Wir empfehlen dieses Jahr das Hilfswerk SAIR -Syrian Aid for IDP Refugees, da geht die Nahrung an BedĂŒrftige in den Gebieten Idlib und SĂŒd-Aleppo:
https://www.facebook.com/SAIR.HELP4SYRIA

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