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Islam FAQ

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Kennt der Islam eine Art des Zölibats?

Der Islam kennt kein Zölibat, er verbietet es sogar. Die sexuellen Triebe sind natürlich und haben ihren Platz im menschlichen Leben. Daher befürwortet der Islam die Ehe und motiviert dazu. Der Islam sucht nach dem Gleichgewicht in allen Angelegenheiten, dazu diese Überlieferung:

Anas ibn Malik (raa) berichtete:

“Eine Gruppe von drei Männern suchte die Wohnungen der Frauen des Propheten auf, um sich über die Frömmigkeit des Propheten zu erkundigen. Als sie davon Kenntnis nahmen, machten sie den Eindruck, als ob sie derartige Praxis für gering schätzten. Sie sagten dann: „Wer sind wir gegenüber dem Propheten? Ihm ist doch jede vergangene und künftige Schuld vergeben worden.“ Einer von ihnen sagte: „Was mich aber angeht, so verbringe ich die ganze Nacht im Gebet.“ Ein anderer berichtet: „Ich aber faste die ganze Zeit und breche nicht mein Fasten.“ Der dritte sagte: „Ich enthalte mich aber der Frauen und werde niemals heiraten.“ Der Gesandte Allahs kam hinzu und sagte: „Seid ihr diejenigen, die dies und jenes gesagt haben? Was mich wirklich angeht, so bin ich bei Allah unter euch derjenige, der Allah am meisten fürchtet und Ihm gegenüber am frömmsten ist. Dennoch faste ich und breche ich mein Fasten, bete und gehe ich schlafen und heirate die Frauen. Wer sich von diesem meinem Weg (Sunnah) abwendet, der gehört nicht zu mir.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.4776)

Befürwortet der Islam die Zwangsheirat?

Aus den normativen Quelltexten ergibt sich nach einer kurzen Analyse, dass eine Zwangsheirat im Islam nicht erst in der Moderne in Verruf geraten ist, sondern schon seit jeher aktiv verboten wird. Folgende Überlieferungen aus der Prophetentradition machen dies eindeutig:

Buraida sagte, dass eine junge Frau zum Propheten kam und sagte: „Mein Vater verheiratete mich mit dem Sohn seines Bruders, um sein Ansehen unter den Leuten zu erhöhen.“ Der Prophet machte darauf die Gültigkeit der Ehe von ihrer Entscheidung abhängig. Daraufhin sagte die junge Frau: „Ich akzeptiere und befürworte die Entscheidung meines Vaters, doch ich wollte den Frauen nur beweisen, dass Väter in dieser Sache keinen Zwang ausüben können.“ (Überliefert in Ibn Majah, und Imam Ahmad and Al-Nasa’i)

Hansâ Bint Hidâm Al-Ansâriyya berichtet, dass sie als verwitwete Frau von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und dass sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs, und er machte ihre Ehe rückgängig. (Auszüge aus Sahih Al-Buchari, Hadith Nr. 5138)

Darf ich als Frau den Intimbereich einer anderen sehen, um ihn zu enthaaren?

Frage: Darf ich als Frau den Intimbereich einer anderen sehen, um ihn zu enthaaren?

Antwort: Der Intimbereich von Männern und Frauen wird im Islam vor fremden Blicken geschützt. Die sogenannte „‚Awra“ darf nur in äussersten, meist medizinischen Notfällen vor Fremden entblösst werden. Der Gesandte (saws) hinterliess dazu klare Worte: „Kein Mann sollte die ‚Awra eines anderen Mannes betrachten und keine Frau sollte die ‚Awra einer anderen Frau ansehen.“ (Sahih, Muslim 288)

Vor diesem Hintergrund erscheint es klar, dass die Enthaarung des Intimbereichs nicht von anderen Frauen getätigt werden kann. Der Bereich zwischen Bauchnabel und Knien gehört zur ‚Awra der Frau und muss vor anderen Frauen verborgen bleiben (Mehrheitsmeinung). Allerdings sollte der Oberkörper mit der Brustregion in der Regel ebenso bedeckt bleiben. Dagegen spricht nichts, wenn die Beine unterhalb der Knie von anderen Frauen enthaart werden.

Wa Allahu a’alam

Selam aleikoum wa rahmatUllah

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