Kurden demonstrieren gegen den Krieg in Ain al Arab
Kurden demonstrieren gegen den Krieg in Ain al Arab

Ein Journalist der «Basellandschaftlichen Zeitung» versuchte in einem Artikel zu den für heute Samstag geplanten Protesten der Kurden in Basel mit falschen Behauptungen Zwietracht zwischen friedlich nebeneinander lebenden Muslimen und Kurden zu schüren. Dazu wird aber nicht kommen.

Moritz Kaufmann bewies in seinem Artikel «Basel wird zu einem Zentrum des kurdischen Protests» in der «Basellandschaftlichen Zeitung» vom Freitag, 10. Oktober 2014 ein aussergewöhnliches Übermass an Phantasie, als er gleich drei falsche Behauptungen geschickt in seinen Artikel zu den für heute erwarteten Protesten kurdischer Aktivisten in Basel einflocht:

«Auch in Basel gibt es Salafisten. Am besten sichtbar sind sie, wenn sie am Claraplatz im Namen des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS) Koran-Exemplare verteilen. Via die Plattform Twitter ruft Qaasim Illi, Sprecher des IZRS, dazu auf, die Kurden-Proteste zu stoppen. Dass IZRS-Leute und kurdische Demonstranten am Samstag aneinandergeraten, ist jedoch eher unwahrscheinlich, da der IZRS an dem Tag in Freiburg seinen Jahrestag durchführt. Polizeisprecher Andreas Knuchel sagt zur Sicherheitslage nur: «Die Kantonspolizei bereitet sich aufgrund von Erfahrungen und aktuellen Erkenntnissen bei jeder Kundgebung auf alle Eventualitäten vor.»»

1.) Qur’an-Verteilung: Der Islamische Zentralrat betreibt am Basler Claraplatz seit fünf Jahren einen Islam-Infostand. Dabei werden kostenlose Broschüren über den Islam auf Deutsch angeboten. Die Qur’an-Verteilung ist dagegen Teil des unabhängigen «Lies-Projekts». Die Vertreter des Islamischen Zentralrats sind zudem keine «Salafisten», sondern Muslime verschiedener Couleur.

2.) Pressesprecher Qaasim Illi hat nie dazu aufgerufen, Kurden-Proteste zu stoppen. Vielmehr hat er Verständnis für die Anliegen der Kurden geäussert, jedoch die damit einhergehende Gewalt in Europa und der Türkei kritisiert.

3.) Die Jahreskonferenz des IZRS findet am 29. November 2014 statt und nicht heute Samstag.

Ein vom Journalisten antizipiertes Aufeinandertreffen von «IZRS-Leuten und kurdischen Demonstranten» ist alleine deshalb schon ausgeschlossen, weil der IZRS sowie wohl alle Muslime in der Schweiz die Anliegen der Kurden nachvollziehen können und ihnen das Recht auf freie Meinungsäusserung im friedlichen Rahmen selbstverständlich zugestehen. Der Artikel scheint darauf angelegt zu sein, die friedlich nebeneinanderlebenden Kurden und Muslime in Basel gegeneinander aufzuwiegeln. Dazu wird es aber nicht kommen.

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