IZRS Finanzbericht 2011
IZRS Finanzbericht 2011

Der Islamische Zentralrat konnte seine Leistungen 2011 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln und er verspricht sich für das Jahr 2012 weiteres Wachstum.

(ah) Für den Islamischen Zentralrat Schweiz (IZRS) war das Jahr 2011 in mehrfacher Hinsicht ein erfolgreiches Jahr. Ein wichtiger Schritt war zunächst die Expansion in die Westschweiz, welche schweizweit den höchsten muslimischen Bevölkerungsanteil verzeichnet. Zudem konnte ein kontinuierlicher Anstieg der Aktivitäten in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern verzeichnet werden.

Mit verschiedenen Veranstaltungen förderte der Islamische Zentralrat den Zusammenhalt der Muslime in der Schweiz. An der Jahreskonferenz 2011, der ersten islamischen Grossveranstaltung in der Schweiz, trafen sich rund 2500 Muslime, um gemeinsam über die islamische Identität in der Moderne zu diskutieren. Mit diesem, für die Schweiz neuen Veranstaltungskonzept wurde der Massstab für zukünftige Events gesetzt.

Um der zunehmenden Islamophobie in der Schweizer Gesellschaft entgegenzutreten, organisierte der Islamische Zentralrat den «Tag gegen Islamophobie & Rassismus» auf dem Bundesplatz in Bern. Zusätzlich wurden die Infostände, deren Ziel es ist mit der Öffentlichkeit in einen Dialog zu treten und Informationen über den Islam anzubieten, schweizweit ausgebaut.

Im Rahmen seiner Tätigkeiten für die Rechte der Muslime in der Schweiz investierte der Zentralrat in mehrere Rechtsfälle. Dass sich dieses Engagement auszahlt, zeigte sich am Fall von Enisa Catic, in dem durch gezielte Rechtshilfeleistung ein Hijab-Verbot abgewendet werden konnte.

Die vermehrten Aktivitäten führten auch zu einem Anstieg der Mitgliederzahlen, was sich positiv auf die Bilanz auswirkte. Zudem konnte im Verlauf des Jahres das strukturelle Netzwerk und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen weiter ausgebaut werden.

Der IZRS leistete umfangreiche und grundlegende Öffentlichkeitsarbeit, mit dem aufrichtigen Ziel, die Darstellung des Islams in den Schweizer Medien zu optimieren. Dies gelang ihm bisher aufgrund des schwierigen Umfelds nur sehr bedingt. In den kommenden Jahren werden weitere, gewichtige Investitionssteigerungen nötig sein, um auch in diesem Bereich eine überzeugende Leistungssteigerung ausweisen zu können.

Der Islamische Zentralrat erhielt im Jahr 2011 vor allem Spenden aus dem Inland. Vereinzelt kam es zu Individualspenden vor allem via Onlinespende-Service aus dem angrenzenden EU-Raum.

-> Finanzbericht 2011 detailiert [PDF]

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