Gibt es eine islamische Psychotherapie? Diese Frage dürften sich schon viele Muslime gestellt haben. Während in europäischen Gesellschaften immer mehr Menschen freiwillig zu psychotherapeutischen Konsultationen greifen, bleibt das Thema bei Muslimen weitestgehend tabu. Dass es auch anders geht, zeigen Dr. Rüschoff und Frau Laabdallaoui am 23. April in Zürich. 

Vielfach werden Anzeichen psychischer Überforderung ignoriert oder mit einer vermeintlich mangelhaften Religiosität in Verbindung gebracht. Doch damit ist den Betroffenen in den seltensten Fällen geholfen. Depressionen, Angstzustände, Aufmerksamkeitsdefizite oder Minderwertigkeitskomplexe sind unter Muslimen genauso verbreitet wie unter Menschen anderer Glaubenszugehörigkeit. Die Frage ist, wie gehen wir damit um?

Dr. Ibrahim Rüschoff und Malika Laabdallaoui arbeiten seit Jahren im Bereich der Beratung und Therapie von Muslimen und Migranten. Sie sind Herausgeber diverser Ratgeber für Muslime, die sich mit der Frage beschäftigen, wie mit psychischen und psychosozialen Krisen umgegangen werden kann. ZDF berichtete Ende 2016 über ihre Arbeit.

Herr Dr. Rüschoff und Frau Laabdallaoui leiten das Seminar „Psychologie im Alltag der Muslime“ am 23. April 2017 in Zürich.

Das Seminar wird vom Islamischen Instituts für Islamwissenschaften I³ durchgeführt. Es richtet sich sowohl an Fachkräfte im Bereich Pädagogik, Psychologie und Seelsorge, Musliminnen und Muslime wie auch an alle interessierten Nicht-Muslime.

Anmeldung exklusiv mit untenstehendem Formular bis 21.4.2017

 

Dr. Ibrahim Rüschoff
Dr. Ibrahim Rüschoff ist Psychiater, Psychotherapeut und nach langjähriger oberärztlicher klinischer Tätigkeit seit 2007 als Ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis niedergelassen. Seit 35 Jahren aktiv im Bereich der psychosozialen Versorgung von Migranten, speziell Muslimen. Er ist Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland sowie der Islamischen Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe e.V. (IASE). Diverse Veröffentlichungen und Tätigkeit als Fachreferent.

 

Malika Laabdallaoui
Malika Laabdallaoui ist Systemische Paar- und Familientherapeutin sowie Traumatherapeutin marokkanischer Abstammung, Fachreferentin und Autorin. Sie ist Mitglied im Zentralrat der Muslime in Deutschland sowie der Islamischen Arbeitsgemeinschaft für Sozial- und Erziehungsberufe e.V. (IASE) und arbeitet jetzt in eigener psychotherapeutischer Praxis. Therapien auch in Arabisch und Tamazight (Berbersprache).

 

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