17.05.2010
Bern, 17.05.2010
(qi) Bundesrätin Micheline Calmy –Rey spricht sich als zweites Regierungsmitglied gegen ein Verbot des islamischen Gesichtsschleiers aus. Zwar hege auch sie überhaupt keine Sympathien für diese Form der Verschleierung. Es mache sie „wütend“, da ihr der Schleier als „Symbol der Versklavung der Frau“ erscheint. Dennoch sei „ein Verbot nicht die richtige Antwort.“
„Burkas“ seien in der Schweiz lediglich ein Medienphänomen, das mit der reellen Bedeutung dieser Kleidungsform nicht korreliere. Ein Problem könne die „Burka“ vorderhand nicht sein, da nur sehr wenige Frauen eine solche trügen.
Ausserdem solle eine tolerante Gesellschaft sehr zurückhaltend mit Kleidervorschriften umgehen. Man wisse nicht, wohin das sonst noch führe. „Ich will nicht, dass man eine bestimmte Gruppe stigmatisiert“, so die Aussenministerin.
Auch Ueli Maurer hatte sich vergangene Woche gegen ein allgemeines „Burka-Verbot“ ausgesprochen.
Quelle: SF1, Calmy-Rey: Burka-Verbot unnötig, 17.05.2010.

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