IZRS Präsident Nicolas Blancho
IZRS Präsident Nicolas Blancho

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) ist besorgt, ob der Veröffentlichung des hängigen Einspracheverfahrens i.S. Waffenerwerbsschein-Antrag seines Präsidenten Nicolas Blancho. Der Antrag erfolgte nach einer starken Häufung schwerwiegender Drohungen gegen den Präsidenten, seine Familie und namentlich auch gegen seine Kinder.

Kommuniqué 03082015-0116

Weniger noch als der ablehnende Entscheid der Berner Kantonspolizei ist nachvollziehbar, wie und weshalb der «Tagesanzeiger» in Besitz der entsprechenden Information gelangen konnte. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass entweder von Seiten des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB) oder der Berner Kantonspolizei ein Interesse besteht, den Routineantrag öffentlich zur Debatte zu stellen.

NDB ist mit von der Partie

Bei der im Zusammenhang mit dem Antrag verlangten Vorsprache Herr Blanchos bei der Berner Kantonspolizei war auch ein Mitarbeiter des NDBs zugegen, welcher konzedierte, dass der Antrag bis «weit nach oben» für rote Köpfe gesorgt habe, er jedoch keinen Hinderungsgrund erkennen könne.

Der Islamische Zentralrat fürchtet, dass durch die Veröffentlichung des laufenden Einspracheverfahrens die Sicherheit seines Präsidenten und dessen Familie unnötig kompromittiert werden könnte. Im vorliegenden Fall rügt er die involvierten Behörden für den unverantwortlichen Umgang mit sensiblen, zumal privaten Informationen und fordert sie auf, ihre Arbeit im Rahmen der Rechtsordnung korrekt zu erfüllen.

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