12.11.2010
Kommuniqué 12112010-0027
Bern, 12.11.2010
Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) verurteilt die Provokation des Langenthaler Akionskommitee «Stopp Minarett», auf einem Verkehrskreisel in Langenthal ein Mahnmal zum Gedenken an das Minarettverbot errichten zu wollen.
Die Ankündigung ein Jahr nach Annahme des Volksbegehrens ist als klare Provokation gegen die in der Schweiz lebende muslimische Minderheit gerichtet und steht in seiner Symbolik für Ausgrenzung und Aggression. Es trägt darüber hinaus die Handschrift eines intoleranten Triumphalismus und birgt im Falle einer Zulassung durch die zuständigen Behörden die Gefahr, dass die allgemeinen Bemühungen um gegenseitige Akzeptanz und Verständnis zwischen den Religionen eine weitere Niederlage erleiden könnten.
Das Minarett-Verbot gilt sowohl vielen Schweizern wie auch im Ausland als korrigierenswürdiger Fauxpas. Jeder Versuch in dieser Sache noch weiter Öl ins Feuer zu giessen bzw. das Abstimmungsresultat durch Errichtung eines Denkmals gar noch zu feiern muss unter allen Umständen unterbunden werden.

Einladung zur Generalversammlung 2026 in Zürich
Moscheen als Aktiengesellschaften!
Khulʿ und Faskh – Zwei Wege der Eheauflösung im Islam
Investieren oder ständig broke? Eine Frage der Bildung und Disziplin!
Wie “haram” ist der Hund im Islam wirklich?