25.02.2010
Kommuniqué 25022010-0011
Bern, 25.2.2010 / 11. Rabi’ al Awwal 1431
Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat Oberst Gadaffis jüngste Tiraden gegen die Schweiz mit Unmut zur Kenntnis genommen. Er verurteilt den politisch motivierten Aufruf zum „Jihad“ gegen die Schweiz. Jihad ist ein Verbalsubstantiv und heisst in primärer Übersetzung Anstrengung. Im Kontext seiner hetzerischen Rede sollte man dennoch nicht von einem Aufruf zu Gewalt ausgehen. Der „Jihad-Aufruf“ folgt einer Reihe von Anweisungen zum Boykott schweizerischer Produkte, Flugzeuge, Schiffe und Botschaften.
Zu verurteilen ist daneben auch die Meinung Gaddafis, wonach alle Muslime, die seinem Aufruf nicht Folge leisten, ungläubig seien. Es bleibt zu unterstreichen, dass eine solche Aussage jeglicher theologischen Grundlage entbehrt und wohl in allen sozio-religiösen Milieus des Islams eher als schlechter Scherz, denn als ernstgemeinte Androhung verstanden wird.
Die im Rahmen einer Feierlichkeit anlässlich des Prophetengeburtstags geäusserten Tiraden sind vermutlich ein Zeichen dafür, dass die Strategie des Bundesrates in Sachen Max Göldi bald schon Früchte tragen könnte.

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