Wieder Öl ins Feuer: Muslime fühlen sich betrogen
Wieder Öl ins Feuer: Muslime fühlen sich betrogen

Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) nimmt mit grosser Besorgnis zur Kenntnis, dass das französische Satire-Magazin Charlie Hebdo mit einer neuen Muhammed-Karikatur all jenen Muslimen in den Rücken fällt, die sich in den letzten Tagen solidarisch mit dem Magazin zeigten und für die Meinungsäusserungsfreiheit sowie gegen Gewalt öffentlich eingetreten waren.

Kommuniqué 13012015-0108

Die jüngste Publikation ist eine bedauernswerte Dummheit und zeigt, dass es den Hintermännern einzig und alleine darum geht, einen Keil zwischen Muslime und Nicht-Muslime zu treiben. Der Islamische Zentralrat appelliert an die Muslime, sich von diesem kläglichen Missbrauch der Meinungsäusserungsfreiheit nicht provozieren zu lassen.

Der Islamische Zentralrat tritt für die Meinungsäusserungsfreiheit ein und verurteilt jede Form von Gewalt, die darauf angelegt ist, jene einzuschränken. Die Meinungsäusserungsfreiheit hat jedoch ihre Grenzen dort, wo sie in Hass und verbale Gewalt umschlägt und das friedliche Zusammenleben ernsthaft in Frage stellt. Wird der Prophet Muhammad (alles Heil und Segen ruhe auf ihm) verächtlich karikiert und beleidigt, fühlen sich dadurch nicht nur gewaltbereite Extremisten provoziert, sondern alle Muslime egal welcher Strömung sie angehören. Wer diese Karikaturen in der aufgewühlten Stimmung erneut publiziert, ist ein gefährlicher Brandstifter.

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