28.05.2026
Mit Entsetzen und tiefer Betroffenheit hat der Islamische Zentralrat (IZR) vom heutigen Messerangriff am Bahnhof Winterthur Kenntnis genommen. Er verurteilt die Tat aufs Schärfste und betet für die Opfer und ihre Angehörigen.
Kommuniqué 28052026– 0179
Ein 31-jähriger Mann attackierte kurz vor 8.30 Uhr mehrere Passanten mit einer Stichwaffe und verletzte dabei drei unschuldige Menschen zum Teil schwer. Der mutmassliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen.
Der IZR verurteilt diese feige und barbarische Tat aufs Schärfste. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt den Verletzten und ihren Angehörigen. Wir wünschen den Opfern eine vollständige Genesung und danken den Einsatzkräften der Stadtpolizei Winterthur und der Kantonspolizei Zürich für ihr schnelles und entschlossenes Handeln.
Nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden und insbesondere Mario Fehrs bestehen konkrete Hinweise auf einen IS-Hintergrund. Sollte sich dies bewahrheiten, so haben wir es mit dem Werk einer Ideologie zu tun, die mit dem Islam nichts gemein hat.
Der sogenannte Islamische Staat (IS) ist keine islamische Bewegung, sondern eine perverse Terrorsekte, deren einziges Ziel darin besteht, Zwietracht zu säen, Unschuldige zu ermorden und die Reputation der Muslime weltweit zu beschädigen. Diese Sekte missbraucht heilige Worte unserer Religion, um Hass und Gewalt zu legitimieren. Wir weisen dies mit aller Entschiedenheit zurück. Es ist eine Schande, dass am zweiten Tag des Eid ul-Adha, dem höchsten islamischen Feiertag, ein Muslim solche Taten verübt.
Der Islam verbietet Gewalt gegen Unschuldige in unmissverständlichen Worten. Wer vorgibt, im Namen des Islam solch eine Schandtat zu verüben, handelt diametral gegen den Islam und wer dies zulässt oder schweigt, trägt Mitverantwortung.
Der IZR ruft alle Muslime in der Schweiz dazu auf, wachsam zu sein, Radikalisierungstendenzen in ihrem Umfeld frühzeitig zu melden und aktiv zur Prävention beizutragen. Wir stehen den Schweizer Behörden dabei uneingeschränkt zur Seite.
Diese Tat richtet sich gegen unsere gemeinsame Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Terroristen einen Keil zwischen Muslime und ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger treiben.
[EOF]

Messerangriff am Bahnhof Winterthur – der IZR verurteilt die Tat aufs Schärfste
Islamische Organisationen und Zinseinnahmen: Ein Leitfaden
Dhul Hijja, Arafat, Eid ul Adha 2026 – Alle Daten auf einen Blick
Kann eine Muslima einen Nichtmuslim heiraten?
Muslime im Spital: Patientenverfügung ist Amāna