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Islam FAQ

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Ist Oralsex im Islam verboten?

Ausser der Einschränkung des Eindringens in den Anus der Frau und dem Geschlechtsverkehr während der Menstruation gibt es keine bekannten Quelltexte, welche solch eine Annahme untermauern würden. Vielmehr sind sexuelle Praktiken eben je nach Kontext und Region unterschiedlich, was nicht bedeuten muss, dass sie aus islamischer Perspektive untersagt sind.

Im Westen ist Oralsex weit verbreitet und gehört zur normalen sexuellen Praxis zwischen Mann und Frau. Zudem sollten sexuelle Bedürfnisse innerhalb der Ehe befriedigt werden, soweit jene nicht durch klare Normen verboten wurden, damit keine verborgenen Wünsche nach solchen Praktiken übrig bleiben. Aussereheliche Affären werden oft gerade durch eine allzu tabuhafte Ehebeziehung begünstigt.

Dazu noch der Hinweis, dass sowohl das männliche Sperma wie auch das weibliche Scheidensekret in der islamischen Rechtsprechung als rein kategorisiert werden. Einige Gelehrte haben jedoch darauf hingewiesen, dass beim Oralverkehr die Möglichkeit der Beimischung von kleinsten Urinmengen bestünde. Urin gilt anders als Sperma oder Scheidensekret als (najis), d.h. unrein.

Dürfen Muslime Silvester feiern?

Frage: Dürfen Muslime Silvester feiern?

Antwort: Mit dieser Feier wird das Jahresende bzw. der Beginn des neuen Jahres im gregorianischen Kalender gefeiert. Die Benennung des Abends geht nach dem Heiligenkalender der katholischen Kirche zum Gedenken an den Todestag des heiliggesprochenen Papstes Silvester I. Die Verlegung des Jahresendes vom 24. auf den 31. Dezember erfolgte während der Kalenderreform im Jahr 1582. Das Fest wurzelt jedoch schon in der römischen, vorchristlichen Tradition und wurde in die christliche Tradition integriert. Mit der Feier sollten in vorchristlichen Zeiten böse Geister vertrieben und das Gute des Jahres beschworen werden. Ähnliches ging schliesslich in die christlichen Traditionen über. Gottesdienste wurden und werden teilweise auch heute noch in vorwiegend katholischen Kirchen angeboten.

Mittlerweile ist diese Feier, wie auch Weihnachten, zu einem gesellschaftlichen Brauch der westlichen Kultur geworden, der nicht mehr viel mit religiösen Gedenken zu tun hat. Die Abstrahierung des Festes und Kommerzialisierung durch die marktwirtschaftliche Suprematie des Westens hat zu einer weltweiten Verbreitung des Festes geführt. Es ist und bleibt allerdings ein identitäres Merkmal westlicher Kultur und ihrer Gepflogenheiten, welche in einem völlig anderen System und Lebensweise wurzeln als der Islam.

Einerseits anerkennt die islamische Tradition den Mondkalender und nicht den gregorianischen Jahreskalender. Schon alleine aus terminlichen Gründen würde die Nachahmung dieser Feier keinen Sinn ergeben.

Andererseits kennt der Islam in seinem Ursprung keine Feier für das Ende oder den Beginn des Jahres.

Zum einen ist der religiöse oder eben gar «heidnische» Ursprungscharakter dieser Feier problematisch. Wird es als kultische Praxis interpretiert, so verwirft der Islam alle Kultushandlungen als verbotene und verpönte Innovationen (bida’), die nicht auf der islamischen Tradition beruhen und für welche Allah (swt) in Seinen Worten oder die Tradition des Gesandten Muhammad (saws) keine Grundlage gelegt hat.

Der Gesandte (saws) sagte: «Das beste Wort ist das Wort Allahs und die beste Rechtleitung ist die Rechtleitung Muhammads, das Übelste sind Neuerfindungen (im Glauben und Kultushandlungen), denn jede Innovation dieser Natur ist ein Irrweg.» (Sahih Muslim 867)

Zum anderen beruht die Lebensweise des Muslims auf einer offenbarten Grundlage für eine Gesellschaftsordnung und einem Normensystem. Entlang dieser Grundlagen bildet sich die islamische Identität, welche den Muslim ausmacht und vom Ablehnenden der islamischen Botschaft (kâfir) unterscheidet. Der Muslim wird von Allah angewiesen dies hochzuhalten und sich nur danach zu richten.

Allah (swt) sagt: «Folgt dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, und folgt ausser Ihm keinen anderen Schutzherren! Wie wenig ihr doch bedenkt!» (7:3)

Allah (swt) sagt: «Darauf haben wir dich auf ein Normensystem (Gesetz, Regelwerk) in der Angelegenheit (des Islams) festgelegt. So folge ihm und folge nicht den Neigungen derjenigen, die nicht Bescheid wissen.» (45:18)

Daraufhin stellt Allah (swt) auch eine rhetorische Frage in seiner Offenbarung, die verdeutlicht, dass der Muslim sich in diesen Fragen nur nach der festgelegten Norm richten darf: «Haben sie denn etwa Teilhaber (neben Allah), die ihnen von der Lebenweise/Ordnung/(Religion) festgelegt haben, was Allah ihnen nicht erlaubt hat? (…) Und gewiss, für die Ungerechten wird es schmerzhafte Strafe geben.» (42:21)

Der Gesandte (saws) kommentierte diese neuen, nicht aus der islamischen Normativität entspringenden Handlungen abwertend: «Wer eine Tat begeht, die von uns nicht auferlegt wurde, der wird abgelehnt/ dessen Tat wird abgelehnt.» (Bukhâri und Muslim)

Der Islam kennt im Wesentlichen zwei Feste, welche aus der Normativität von allen Muslimen anerkannt werden. Das Fest des Fastenbrechens und das Opferfest sind fester Bestandteil des Islam und prägen die islamische Identität. Damit diese beiden Feste nicht von anderen abgelöst oder abgeschwächt werden, untersagt die islamische Normativität das Einführen von Festen, die keinerlei Grundlage im Islam haben.

Des Weiteren ist die Frage der Identität bei dieser Angelegenheit keinesfalls auszublenden. Es gibt ein konsenskräftiges Verbot, die Nichtmuslime in ihren spezifischen und sie auszeichnenden Bräuchen und Gepflogenheit nachzuahmen.

Dieses ist aus den entsprechend warnenden Aussagen des Gesandten (saws) erwachsen: «Ihr werdet wahrscheinlich die Traditionen jener nachahmen, die vor euch da waren, Armlänge um Armlänge, Elle um Elle, Handlänge um Handlänge, selbst wenn sie euch in das Loch einer Eidechse führen, werdet ihr folgen!» – so fragten die Gefährten: « Oh Gesandter Allahs meinst du damit die Juden und die Christen?» – er antwortete: «Wen sonst?» (Ibn Mâdja, 3994)

Zudem sagte der Gesandte (saws) auch: «Diejenigen, die ein Volk imitieren, gehören zu ihnen.» (Abu Dawûd 4031)

Fazit

Aus den vorhergegangenen Erklärungen ist zu verstehen, dass das Feiern des Silvesters, wie auch das Feiern von Weihnachten oder Geburtstagen, Merkmale und Kennzeichen der westlichen Kulturen sind, die ursprünglich teilweise gar von christlichem Hintergrund geprägt wurden. Sie zeichnen die westliche Identität aus. Der Muslim hat eine eigene Identität, die auf den Grundlagen der islamischen Normativität beruht und ihm das Nachahmen einer nicht-islamischen Identität untersagt. Aus diesen Gründen ist das Feiern von Silvester für Muslime nicht erlaubt.

Wa Allahu a’alam

Selam aleikoum wa rahmatUllah

MSA-Muslim Scholars Association

Q&A/ Fatwa and Research

Kennt der Islam eine Art des Zölibats?

Der Islam kennt kein Zölibat, er verbietet es sogar. Die sexuellen Triebe sind natürlich und haben ihren Platz im menschlichen Leben. Daher befürwortet der Islam die Ehe und motiviert dazu. Der Islam sucht nach dem Gleichgewicht in allen Angelegenheiten, dazu diese Überlieferung:

Anas ibn Malik (raa) berichtete:

“Eine Gruppe von drei Männern suchte die Wohnungen der Frauen des Propheten auf, um sich über die Frömmigkeit des Propheten zu erkundigen. Als sie davon Kenntnis nahmen, machten sie den Eindruck, als ob sie derartige Praxis für gering schätzten. Sie sagten dann: „Wer sind wir gegenüber dem Propheten? Ihm ist doch jede vergangene und künftige Schuld vergeben worden.“ Einer von ihnen sagte: „Was mich aber angeht, so verbringe ich die ganze Nacht im Gebet.“ Ein anderer berichtet: „Ich aber faste die ganze Zeit und breche nicht mein Fasten.“ Der dritte sagte: „Ich enthalte mich aber der Frauen und werde niemals heiraten.“ Der Gesandte Allahs kam hinzu und sagte: „Seid ihr diejenigen, die dies und jenes gesagt haben? Was mich wirklich angeht, so bin ich bei Allah unter euch derjenige, der Allah am meisten fürchtet und Ihm gegenüber am frömmsten ist. Dennoch faste ich und breche ich mein Fasten, bete und gehe ich schlafen und heirate die Frauen. Wer sich von diesem meinem Weg (Sunnah) abwendet, der gehört nicht zu mir.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.4776)

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