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Islam FAQ

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Warum ist Schweinefleisch im Islam verboten?

Ja, der Islam verbietet den Muslimen den Verzehr von Schweinefleisch. Muslime essen also kein Schweinefleisch, weil Gott es durch den Quran verboten hat. Es gibt immer wieder Versuche, das Verbot naturwissenschaftlich zu untermauern, indem beispielsweise medizinische oder hygienische Gründe bemüht werden. Letztendlich gibt das ausdrückliche Verbot durch den Quran den Ausschlag. Dort [5, 3] heisst es: „Verboten ist euch das Verendete sowie Blut und Schweinefleisch.“ Da der Muslim sich Allahs Geboten unterwirft, ist das Verbot für ihn bindend. Zudem ist im Islam alles, was zu einem verbotenen Handeln führt, auch verboten (haram). Beispiel: Verkauf von Alkohol, finanzielle Unterstützung eines unislamischen Gewerbes, Missachten der Kleidervorschriften, etc. Mit dem Verkauf von Schweinefleisch verhält es sich genauso.

Dürfen Muslime Silvester feiern?

Frage: Dürfen Muslime Silvester feiern?

Antwort: Mit dieser Feier wird das Jahresende bzw. der Beginn des neuen Jahres im gregorianischen Kalender gefeiert. Die Benennung des Abends geht nach dem Heiligenkalender der katholischen Kirche zum Gedenken an den Todestag des heiliggesprochenen Papstes Silvester I. Die Verlegung des Jahresendes vom 24. auf den 31. Dezember erfolgte während der Kalenderreform im Jahr 1582. Das Fest wurzelt jedoch schon in der römischen, vorchristlichen Tradition und wurde in die christliche Tradition integriert. Mit der Feier sollten in vorchristlichen Zeiten böse Geister vertrieben und das Gute des Jahres beschworen werden. Ähnliches ging schliesslich in die christlichen Traditionen über. Gottesdienste wurden und werden teilweise auch heute noch in vorwiegend katholischen Kirchen angeboten.

Mittlerweile ist diese Feier, wie auch Weihnachten, zu einem gesellschaftlichen Brauch der westlichen Kultur geworden, der nicht mehr viel mit religiösen Gedenken zu tun hat. Die Abstrahierung des Festes und Kommerzialisierung durch die marktwirtschaftliche Suprematie des Westens hat zu einer weltweiten Verbreitung des Festes geführt. Es ist und bleibt allerdings ein identitäres Merkmal westlicher Kultur und ihrer Gepflogenheiten, welche in einem völlig anderen System und Lebensweise wurzeln als der Islam.

Einerseits anerkennt die islamische Tradition den Mondkalender und nicht den gregorianischen Jahreskalender. Schon alleine aus terminlichen Gründen würde die Nachahmung dieser Feier keinen Sinn ergeben.

Andererseits kennt der Islam in seinem Ursprung keine Feier für das Ende oder den Beginn des Jahres.

Zum einen ist der religiöse oder eben gar «heidnische» Ursprungscharakter dieser Feier problematisch. Wird es als kultische Praxis interpretiert, so verwirft der Islam alle Kultushandlungen als verbotene und verpönte Innovationen (bida’), die nicht auf der islamischen Tradition beruhen und für welche Allah (swt) in Seinen Worten oder die Tradition des Gesandten Muhammad (saws) keine Grundlage gelegt hat.

Der Gesandte (saws) sagte: «Das beste Wort ist das Wort Allahs und die beste Rechtleitung ist die Rechtleitung Muhammads, das Übelste sind Neuerfindungen (im Glauben und Kultushandlungen), denn jede Innovation dieser Natur ist ein Irrweg.» (Sahih Muslim 867)

Zum anderen beruht die Lebensweise des Muslims auf einer offenbarten Grundlage für eine Gesellschaftsordnung und einem Normensystem. Entlang dieser Grundlagen bildet sich die islamische Identität, welche den Muslim ausmacht und vom Ablehnenden der islamischen Botschaft (kâfir) unterscheidet. Der Muslim wird von Allah angewiesen dies hochzuhalten und sich nur danach zu richten.

Allah (swt) sagt: «Folgt dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, und folgt ausser Ihm keinen anderen Schutzherren! Wie wenig ihr doch bedenkt!» (7:3)

Allah (swt) sagt: «Darauf haben wir dich auf ein Normensystem (Gesetz, Regelwerk) in der Angelegenheit (des Islams) festgelegt. So folge ihm und folge nicht den Neigungen derjenigen, die nicht Bescheid wissen.» (45:18)

Daraufhin stellt Allah (swt) auch eine rhetorische Frage in seiner Offenbarung, die verdeutlicht, dass der Muslim sich in diesen Fragen nur nach der festgelegten Norm richten darf: «Haben sie denn etwa Teilhaber (neben Allah), die ihnen von der Lebenweise/Ordnung/(Religion) festgelegt haben, was Allah ihnen nicht erlaubt hat? (…) Und gewiss, für die Ungerechten wird es schmerzhafte Strafe geben.» (42:21)

Der Gesandte (saws) kommentierte diese neuen, nicht aus der islamischen Normativität entspringenden Handlungen abwertend: «Wer eine Tat begeht, die von uns nicht auferlegt wurde, der wird abgelehnt/ dessen Tat wird abgelehnt.» (Bukhâri und Muslim)

Der Islam kennt im Wesentlichen zwei Feste, welche aus der Normativität von allen Muslimen anerkannt werden. Das Fest des Fastenbrechens und das Opferfest sind fester Bestandteil des Islam und prägen die islamische Identität. Damit diese beiden Feste nicht von anderen abgelöst oder abgeschwächt werden, untersagt die islamische Normativität das Einführen von Festen, die keinerlei Grundlage im Islam haben.

Des Weiteren ist die Frage der Identität bei dieser Angelegenheit keinesfalls auszublenden. Es gibt ein konsenskräftiges Verbot, die Nichtmuslime in ihren spezifischen und sie auszeichnenden Bräuchen und Gepflogenheit nachzuahmen.

Dieses ist aus den entsprechend warnenden Aussagen des Gesandten (saws) erwachsen: «Ihr werdet wahrscheinlich die Traditionen jener nachahmen, die vor euch da waren, Armlänge um Armlänge, Elle um Elle, Handlänge um Handlänge, selbst wenn sie euch in das Loch einer Eidechse führen, werdet ihr folgen!» – so fragten die Gefährten: « Oh Gesandter Allahs meinst du damit die Juden und die Christen?» – er antwortete: «Wen sonst?» (Ibn Mâdja, 3994)

Zudem sagte der Gesandte (saws) auch: «Diejenigen, die ein Volk imitieren, gehören zu ihnen.» (Abu Dawûd 4031)

Fazit

Aus den vorhergegangenen Erklärungen ist zu verstehen, dass das Feiern des Silvesters, wie auch das Feiern von Weihnachten oder Geburtstagen, Merkmale und Kennzeichen der westlichen Kulturen sind, die ursprünglich teilweise gar von christlichem Hintergrund geprägt wurden. Sie zeichnen die westliche Identität aus. Der Muslim hat eine eigene Identität, die auf den Grundlagen der islamischen Normativität beruht und ihm das Nachahmen einer nicht-islamischen Identität untersagt. Aus diesen Gründen ist das Feiern von Silvester für Muslime nicht erlaubt.

Wa Allahu a’alam

Selam aleikoum wa rahmatUllah

MSA-Muslim Scholars Association

Q&A/ Fatwa and Research

Warum ist Alkohol im Islam verboten?

Der Alkoholkonsum hat eine berauschende Wirkung und demzufolge schädliche Auswirkungen auf das Individuum, Familie und Gesellschaft. Das Verbot wurde von Allah endgültig in der Sure 5, Vers 90-91 festgelegt. Auch wenn die primäre Motivation für die Durchsetzung des Verbotes der Gehorsamkeit und Unterwerfung Allahs Geboten gilt, sind die Gründe dafür einleuchtend: Durch den Alkoholkonsum vernachlässigt der Gläubige u.a. seine religiöse Pflichten, das Gedenken an Gott und die Verrichtung des Pflichtgebets etc. Weil der Alkohol von Allah verboten wurde, muss ein Muslim ihn in jeder Form vermeiden, auch nur in kleinen Mengen. Denn der Begriff «wenig» ist relativ. Für einen ist «wenig», wenn er nur ein Glässchen in der Woche trinkt, für den anderen ist eine Flasche Wein am Abend «wenig». Eine kleine Menge Alkohol führt zu einer grossen Menge, ein Glas zum anderen, bis man süchtig geworden ist. Aus diesem Grund ist die Haltung des Islams zum Alkoholverbot und dem Versperren aller Zugänge zum Alkoholtrinken eindeutig und unmissverständlich. Weil das Mass von jedem anders verstanden wird, ist das totale Verbot die beste Lösung. Der Prophet Mohammed (sas) sagte: „Das, was in großer Menge berauscht, ist auch in kleiner Menge haram (verboten)“; überliefert von Ahmad, Abou Dawud und Tirmidhi. Im Zusammenhang mit Alkohol hat der Prophet (sas) zehn Arten von Leuten verflucht: „Allah hat den Khamr (Alkohol) verflucht, und den, der ihn herstellt, den, für den er hergestellt wird, den, der ihn trinkt, den, der ihn bringt, den, der ihn trägt, den, für den er getragen wird, den, der ihn verkauft, den, der am Verkauf verdient, den, der ihn kauft und den, für den er gekauft wird.“ (Authentische Überlieferungskette – Sahih).

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