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Islam FAQ

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Befürwortet der Islam die Zwangsheirat?

Aus den normativen Quelltexten ergibt sich nach einer kurzen Analyse, dass eine Zwangsheirat im Islam nicht erst in der Moderne in Verruf geraten ist, sondern schon seit jeher aktiv verboten wird. Folgende Überlieferungen aus der Prophetentradition machen dies eindeutig:

Buraida sagte, dass eine junge Frau zum Propheten kam und sagte: „Mein Vater verheiratete mich mit dem Sohn seines Bruders, um sein Ansehen unter den Leuten zu erhöhen.“ Der Prophet machte darauf die Gültigkeit der Ehe von ihrer Entscheidung abhängig. Daraufhin sagte die junge Frau: „Ich akzeptiere und befürworte die Entscheidung meines Vaters, doch ich wollte den Frauen nur beweisen, dass Väter in dieser Sache keinen Zwang ausüben können.“ (Überliefert in Ibn Majah, und Imam Ahmad and Al-Nasa’i)

Hansâ Bint Hidâm Al-Ansâriyya berichtet, dass sie als verwitwete Frau von ihrem Vater wiederverheiratet wurde, und dass sie damit nicht einverstanden war. Sie begab sich deshalb zum Gesandten Allahs, und er machte ihre Ehe rückgängig. (Auszüge aus Sahih Al-Buchari, Hadith Nr. 5138)

Wie steht der Islam zur Selbstbefriedigung?

Der sexuelle Trieb des Menschen wurde ihm gegeben, um die Fortpflanzung seiner Art zu ermöglichen. Sexuelle Befriedigung soll deshalb entsprechend der islamischen Rechtsphilosophie auch innerhalb einer Ehe stattfinden. Aus diesem Grund befürwortet der Islam die Selbstbefriedigung nicht und sieht sie höchstens als vorübergehendes Mittel für den Schutz vor der Befriedigung in einer nicht erlaubten Beziehung.

Was ist Jihad?

Oft werden in den Medien Begriffe wie Jihad oder gar «heiliger Krieg» genannt und miteinander gleichgesetzt. Im Islam gibt es den Begriff des Heiligen Krieges nicht. Gemeint ist eigentlich das Wort Jihad, welches «Anstrengung» oder genauer «sich auf dem Wege Gottes anstrengen» bedeutet. Jede Anstrengung im Alltagsleben, die unternommen wird, um Gott zufriedenzustellen, kann als Jihad betrachtet werden. Eine der höchsten Stufen des Jihads ist es, sich gegen die Herrschaft eines Tyrannen zu erheben und ihm die Wahrheit zu sagen. Gegen sein Ego zu kämpfen und sich von schlechten Verhaltensweisen fernzuhalten, ist ebenfalls eine grosse Anstrengung auf dem Wege Gottes. Unter die Rubrik Jihad kann auch eine bewaffnete Auseinandersetzung zur Verteidigung des Islams oder eines muslimischen Lands fallen. Letztes ist an strenge Bedingungen geknüpft. So dürfen weder Frauen, Alte noch Kinder oder gar Bäume zu Schaden kommen. Zudem muss ein bewaffneter Jihad durch eine Form herrschaftlicher Obrigkeit ausgerufen und klar definiert werden. Individuelles zu den Waffen greifen kennt die klassische islamische Jurisprudenz nicht.

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